Batman ist Kult. Sein berühmtester Antagonist ebenfalls. Die Rede ist vom Joker. Panini hat sich dafür entschieden diverse Klassiker neu aufzulegen. Diese kommen im Überformat, Hardcover, einer besonderen Folie und in diesem Fall sogar mit einer neuen Kolorierung daher. Wie schlägt sich der „neue“ Killing Joke?

Allgemein

Bevor ich zum Inhalt komme, möchte ich gerne erst einmal auf die Besonderheiten eingehen. Wir haben hier ein Überformat – konkret 26 x 36 cm. Der Band hat einen Hardcover Einband und eine transparente Effekt-Hülle. Auf der Hülle ist der Name des Comcis aufgedruckt (ohne Hülle, gibt es keinen auf dem Einband). Des Weiteren gibt es auf der Front einen Batman der dann direkt auf der Linse der Kamera ruht, wenn die Hülle richtig sitzt. Auf der Rückseite wird die Hand mit dem Joker durch einen Joker Karte aus einem Kartenspiel „ersetzt“.

In dem Band gibt es aber auch noch einiges. Der Killing Joke wurde neukoloriert. Die Farben wurden dunkler dargestellt, die Rückblenden sind schwarz weiß mit ein paar Farbakzenten gehalten. Es gibt ein Vorwort und Nachwort, 4 Comichefte und ein paar Extraseiten mit Skizzezeichnungen. Das Ganze kommt dann für 29,99 € zu euch.

Der Plot

Auch wenn The Killing Joke groß auf der Folie steht bekommen wir 4 Comics geboten. Anfangen möchte ich mit dem Killing Joke. Hier möchte der Joker zeigen das nicht viel fehlt um Wahnsinnig zu werden. Sein Opfer: Commissioner Gordon. Joker begeht direkt zu Beginn ein weitreichendes Ereignis, ohne erkennbaren Grund, um es dann Gordon unter die Nase zu halten. Batman stellt sich im Endkampf gegen den Joker.

Währenddessen gibt es eine kleine Origin Geschichte vom Joker. Diese ist hinlänglich bekannt. Mit einem Cliffhanger endet The Killing Joke, was auch nicht im Nachwort aufgeklärt wird.

Nachfolgend bekommen wir einen Monolog von einem „normalen“ Bürger Gothams. Er behauptet, um zu wissen was gut und böse ist, müsste man beide Seiten kennen. Also müsste man auch etwas Böses tun. Er legt seinen Plan vor, wie er Batman töten will. Es findet alles in seinem Kopf statt, es gibt keine andere Aktion, als dieser Monolog.

Im dritten Heft gibt es einen Clayface, der eine Schaufensterpuppe für einen echten Menschen hält und alle Interaktionen, als Betrug versteht. Das ist ziemlich interessant gemacht.

Zum Abschluss gibt es einen Joker von 1940 aus Batman 1. Im Radio kündigt der Joker einen Mord und einen Raub zu einer genauen Zeit an, und das mehrmals. Seine Opfer sterben mit einem Lächeln im Gesicht. Zeit für Batman und Robin dem Joker sein Handwerk zu legen.

Mein Comic Senf

Für jemanden der den Killing Joke noch nicht gelesen hat – so wie ich (Schande über mein Haupt) – der wird sich über diese Version freuen. Fans des Comcis sicherlich nur bedingt, warum? Weil sie nochmal Geld ausgeben müssen/wollen/werden 🙂 .

The Killing Joke ist brutal und direkt – vor allem zu der Zeit als der Comic erschien, ist das kein Standard gewesen. Die Geschichte ist interessant, auch wenn ich die „Keiner-weiß-woher-der-Joker-kommt“ -Origin Geschichte besser finde, ist dieser Comic gelungen. Das Ende ist zwar offen, aber für mich komplett unbedeutend. Statt darüber zur Hirnen, was möge wohl passiert sein, sag ich mir nur: okay ist halt vorbei.

Da ich das Original nicht kenne, weiß ich nicht wie stark die Änderungen in der Kolorierung ist, laut Vorwort und Nachwort sind die Zeichnungen weniger bunt und düsterer. Die Rückblenden sind in Schwarz und Weiß gehalten und haben hier und da ein paar Farbtupfer. Das sieht hervorragend aus.

Die Geschichte aus Black and White gefiel mir auch ganz gut, auch wenn es „nur“ der Plan war, der skizziert wurde. Was bei Batman Annual 11 geboten wurde, rund um Clayface war nicht unbedingt meins, auch wenn man sogar etwas Mitleid mit Clayface bekommt.

Und der Abschlussteil ist für das Alter durchaus ganz gut. Insgesamt macht der Joker nun eine gute Figur im Wohnzimmer und ist ein echtes Highlight. Natürlich muss ich mich an dieser Stelle bei meiner Herzdame für diesen Band bedanken, vielen Dank!

Erscheinungsdatum: 11.07.2017
Format: Hardcover
Seiten: 108
Autoren: Alan Moore
Zeichner: Brian Bolland
Stories: Batman: The Killing Joke 1, Batman: Black and White 4, Batman Annual 11, Batman 1 (II)

Meine Wertung:

vollvollvollhalbnull

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Veröffentlicht von Vincisblog

Softwaretester, Technikaffin, Comicnerd und vieles mehr. Gerne auch etwas kleinkariert.

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