Es ist endlich soweit und die Finals 2017 stehen fest und gehen bald los. Überraschend ist die Teilnahme des Ost- und Westsiegers nicht wirklich. Zum dritten Mal in Folge – so oft wie noch nie – gibt es die gleiche Finalpaarung. Die Prognose vor der Saison fiel genauso aus. In den diesjährigen Finals werden wir 7 All-Stars zu Gesicht, also von Überraschung kann keine Rede sein. Das Duell zwischen den Golden State Warriors und den Cleveland Cavaliers ist der Höhepunkt der Saison. Wie liefen die Conference Finals? Wer hat welche Trümpfe? Wer wird Finals MVP? Und wer holt sich die Ringe?

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Golden State Warriors

Die Warriors gingen in die Conference Finals mit der Empfehlung von 8 Siegen – wie unerwartet – und 2 Sweeps (also keine Niederlage). Der Gegner in den Conference Final – San Antonio Spurs – hatten sich in packenden Begegnungen mit den Grizzlies und Rockets durchsetzten können. Aber die Spurs waren von Verletzungspech verfolgt. Erst verloren sie Tony Parker, dann am Ende der Serie gegen die Rockets Kawhi Leonard. Der im Finale um den MVP und Defensive of the Year Award steht. Favorit der Serie waren, zweifellos die Warriors. Die Hoffnung das die Spurs die Warriors vielleicht etwas mehr fordern, als zuvor die Blazers und die Jazz war gegeben. Spiel 1 war der Wahnsinn. PUNKT! Die Spurs rollten in fremder Halle los und spielten die Warriors an die Wand. In jedem anderen Spiel wäre es gelaufen gewesen. Immer hatte ich das Gefühl „Ein Lauf und die Warriors sind wieder da“. Dann Schrecksekunde, San Antonios bester Spieler knickt wieder um. Aber Leonard spielt weiter. Kurz drauf, stellt sich Pachulia direkt in die Landungszone der Füße von Leonard, dieser hatte gerade zum Sprung angesetzt. Kawhi landet auf selbigen Füßen und knickt wieder um. Die fälligen Freiwürfe verwandelt er noch und dann war es das. Zaza hier Absicht vor zuweisen ist nicht gerecht, das Risiko was er hier eingeht ist einfach nur fahrlässig und unsportlich. Die Folge aus einer +23 Führung wurde ein -25 Points differential nach dem Ausfall von Kawhi. Der Rest der Serie war nicht wirklich spannend. Spiel 2 haben die Warriors mit 36 gewonnen, der höchste Sieg der Serie. Spiel 3 war das Spiel von Manu Ginobili. 21 Punkte und viele gute Spielzüge wie der folgende, lieferte der Argentinier ab:

Trotzdem verloren die Spurs, es gab halt noch jemanden der auf dem Namen Durant hört. KD konnte 33 Punkte zum 12 Punkte Sieg auf fremden Platz beisteuern. Noch ein Spiel fehlte zum ersten Team was sich den Weg zu den Finals durch gesweept hat. Spiel 4 war dann nur noch auslaufen, auch wenn die Spurs, mit 115 Punkten, so viele Punkte wie noch nie in der Serie aufgelegt durften, reicht es am Ende nicht. Kawhi zu schonen, um nicht einen Sieg hinterher zu rennen, war richtig. Die jungen Spurs – ja sie haben auch junge Spieler – leistenden aber gute Gegenwehr.

Cleveland Cavaliers

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Die Cavaliers waren im Conference Final angetreten, um die längste Playoff Siegesserie der NBA aufzustellen. 3 Siege gab es im letzten Jahr zum Abschluss und dann 8 in diesem Jahr. Das die Celtics als „schlechtester“ Top Seed mit Heimrecht ausgestattet waren, änderte nichts daran das sie der Serie klare Außenseiter waren. Im ersten Spiel konnte man nicht viel erkennen was die Celtics gegen die Cavs aufbringen können. Der 13 Punkte Sieg sieht knapper aus, als er war. Spiel 2 war richtig übel. „Nur“ 44 Punkte hatten die Cavs in Spiel 2 am Ende mehr, es war aber eine noch deutlichere Veranstaltung. Folgendes Bild sollte die Dominanz gut darstellen:

Der Sweep war schon fast die Belohnung für die Celtics. Warum noch ein 5. Spiel vor eigenen Fans so gedemüdigt werden? Dann fiel auch noch Thomas aus. Die Serie ist Over, oder doch nicht? Mit dem: „es wird doch eh nichts“-Gedanken, spulte ich direkt ins dritte Viertel des dritten Spiels. Zu dem Zeitpunkt führten die Cavs, ziemlich deutlich (ich glaube mit 10 oder so). Also wieder eine Celtics Niederlage, so meine Gedanken. Also weiter in das vierte Viertel spulen und plötzlich wurde es ja tatsächlich knapp. Die Celtics spielten das Spiel souverän und setzten perfekt getimt den Dreier zum ersten Sieg der Serie und zur ersten Niederlagen in den Playoffs der Cavs dieses Jahr. Wird es jetzt noch eine Serie? Natürlich nicht! Auch wenn Tyronn Lue sagte das die Defense der Celtics besser als die der Warriors sei, gab es dann nicht mehr viel zu holen für die Kobolde. Mit 13 und 33 Punkten machten die Cavaliers den Deckel auf die Serie und zogen den Warriors in die Finals nach.

Finals ReRematch

Also heißt es zum dritten Mal in Folge in den Finals Golden State Warriors gegen die Cleveland Cavaliers. In den letzten Jahren mussten beide mit Ausfällen kämpfen. 2015 mussten die Cavs auf Love und Irving verzichten. 2016 die Warriors auf Bogut und hatten sie einen angeschlagenen Curry in ihren Reihen. Dazu kommt noch die Sperre von Green. Diesmal sieht alles (noch) nach einem fitten aufeinandertreffen aus.

Belastet die Warriors der Kollaps von 2016? Das gilt es zu klären. 3 von 4 Partien konnten die Warriors 2016 gewinnen. Sie waren das klar bessere Team und auch im verlorenen Spiel 3, waren sie besser. Die Finals sind over! Oder auch nicht. Und genau dieser – fast schon unerklärliche – Einbruch, hängt über den Köpfen. Auch Durant hat Druck. Schließlich ist er genau deswegen nach Golden State gewechselt, um den Titel zu holen. Das Internet würde bei einer Niederlage explodieren. Er kann aus Sicht vieler nur verlieren. Entweder er ist gescheitert oder eine Ring Hure. Das mit der freien Arbeitgeberwahl sehen diese Hater scheinbar nicht so. Entweder arbeiten sie noch nicht oder müssen irgendwo arbeiten, ohne das sie sich dafür entschieden haben, aber ich schweife ab.

Die Wettquoten in Vegas sprechen auch eine deutliche Sprache, die Warriors sind der Favorit. Überraschend ist das McGee tatsächlich ein wichtiger Bestandteil einer Meisterschaft in Golden State sein kann. Letztes Jahr ist Bogut und damit der Ringschutz in den Finals ausgefallen. Da die Cavs mit Thompson eher klein unter dem Korb sind, kann McGee Offensiv und Defensiv wichtige Akzente setzen. Nicht falsch verstehen, er wird kein 20 Punkte und 10 Blocks auflegen, aber die Extrapunkte und Rebounds holen, die sonst fehlen könnten. Das gleiche könnte aber auch für Thompson gelten. Die 5 ist die wichtigste Position in diesen Finals. Ein wichtiger Ass im Ärmel der Warrios ist das Lineup of Mega Death. Das Lineup of Death vom letzten Jahr (Curry, Thompson, Iguodala, Barnes und Green) konnte letztes Jahr gut auf trumpfen. Barnes wurde durch Durant ersetzt, trotzdem ist das Lineup noch eine unbekannte. Bisher wurde es kaum eingesetzt. Vielleicht um die Cavaliers in den Finals zu überrumpeln. Fakt ist das sie mit dieser Aufstellung – wohl dosiert versteht sich – den ein oder anderen Run hinlegen können.

Wenn ich die Chancen der Cavaliers einschätze, fällt schnell auf das die Cavaliers fast nur Offensiv etwas entgegen zusetzten haben. Die Neuzugänge können gut von draußen schießen und LeBron ist in diesen Playoffs einfach unglaublich. Die unmöglichen Dreier trifft er und ist somit (fast) nicht verteidigbar. Das Ballmovment ist besser als letztes Jahr, auch wenn am Ende (oft) LeBron-Ball gespielt wird. In der Defensive müssen sie beim aggressiven doppeln mehr aufpassen, denn so gut wie jeder Warrior kann schießen, frei stehen lassen sollte man niemanden. Aber die Cavaliers sollte man nie abschreiben. Letztes Jahr sah auch alles nach Warriors aus, sogar die ersten 4 gespielten Spiele machten nicht den Eindruck, dass die Cavs irgendetwas entgegen setzten können. Ausgang sollte bekannt sein.

Wer könnte der Finals MVP werden? Das hängt stark am Sieger. Einen Finals MVP ohne Meisterschaft wird es dieses Jahr nicht geben (gab es aber auch nur einmal, Mister Logo Jerry West war der „Glückliche“). Gewinnen die Cavs ist die Antwort klar: LeBron. Gewinnen die Warriors tippe ich auf Durant.

Wie schon angedeutet fällt es mir schwer den Cavaliers eine echte Chance auszustellen. Von 10 Serien, können sie vielleicht 2-3 für sich entscheiden, aber vielleicht sehen wir genau die? Die Psyche der Warriors wird vielleicht eine Rolle spielen. Mein Tipp: 4:2 für die Warriors – und damit gibt es wieder die Meisterfeier auf dem fremden Platz, so wie die letzten 2 Jahre.

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4:2

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Veröffentlicht von Vincisblog

Softwaretester, Technikaffin, Comicnerd und vieles mehr. Gerne auch etwas kleinkariert.

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