Wer in der letzten Zeit Updates von Apps gemacht hat, der wird als neue Funktionen Sachen finden wie „Bots 2.0„, „Chatbot“ oder „Bot“ finden. Aber was ist das überhaupt? Kann ich mit einem Computer chatten, weil ich keine Freunde habe? Und warum sind die Chatbots der Grund, das Whatsapp kostenlos geworden ist? Antworten folgen hier.

Was ist ein Chatbot?

Ein Chatbot ist in erster Linie ein „Automat“ der auf Anfragen reagiert. Angesprochen wird er – wie der Name schon sagt – über einen Chat. Was ein Chatbot kann und antwortet, ob er dazu lernt oder nicht sind dann weitere Ausbaustufen. Vom Prinzip ist es „nur“ eine Volltextsuchmaschine, die auf die Anfragen reagiert, ähnlich wie Google.

Geschichte

Wer jetzt denkt, das ist ganz neu und erst mit den Smartphone und dem Internet ganz groß am Kommen, der täuscht. Der erste Chatbot wurde in den 60er Jahren von Joseph Weizenbaum entwickelt und trug den Namen Eliza. Die Idee dahinter war die Kommunikation zwischen einem Menschen und einem Computer in natürlicher Sprache zu ermöglichen.

Mit der Zeit gab es immer wieder andere Formen und Arten von Chatbots. Wer kann sich noch an Karl die Klammer erinnern? Der gute Karl war ab Microsoft Office 97 Bestandteil von Microsofts Officesuite. Immer wieder tauchte er auf und nervte den Nutzer. Das er aber nie dazulernte und auch immer wieder auftaucht, trotz Abschaltung, machte ihn zu einem sehr nervigen Chatbot.

Aber auch Siri fällt, in Gewisser Hinsicht, in diese Kategorie. Sie lernt dazu und hat oft eine passende Antwort parat, gleiches gilt für Cortana.

Was können Chatbots aktuell?

Microsoft hat mit Karl und Cortana bereits diverse Erfahrungen gesammelt, aber das sind nicht die einzigen Erfahrungen die Microsoft mit Chatbots gemacht hat. Vor kurzem wurde bekannt das Microsoft den Twitter-Bot „Tay“ nach nur einem Tag vom Netz nehmen musste. Er wurde mit rassistischen Kommentaren gefüttert und spuckte diese wieder aus. Auch Cortana wird angeblich von Nutzern „sexuell“ belästigt, soll heißen mit anzüglichen Sprüchen konfrontiert.

Das Folgen von Personen oder Blogs kann auch über Bots erfolgen. Das wird wohl auch bald Vincisblog anbieten. Anstatt eine Email zu bekommen, bekommt ihr dann – aller Voraussicht nach, mit Telegram – eine Benachrichtigung, wenn es etwas aktuelles gibt.

Was werden Chatbots können?

Die Möglichkeiten von Chatbots sind vielfältig. Sie können als Support für Unternehmen arbeiten, nach dem Prinzip „Warum geht mein Fernseher nicht?“ „Haben sie es mal mit dem Powerbutton am Gerät probiert?“ usw.. Aber auch Reisebüros und ähnliches könnten gut über einen Chatbot funktionieren. Einfach in einem Messenger gehen und schreiben „Heute 19 Uhr Italiener in Hamburg“, dann antwortet der Chatbot „Wie sieht es mit Carlo aus?“, eigene Antwort: „Super“, Antwort vom Chatbot: „Ist reserviert“.

Aber auch komplexere Aufgaben können so gelöst werden, ob es nun der Mietwagen in einer bestimmten Größe, Farbe oder Dauer ist, oder ein Taxi, die Möglichkeiten sind vielfältig und aktuell nur schwer abzuschätzen.

Die Anzahl der Apps könnte sich reduzieren, dein Messenger kann das alles was die Apps vorher konnten. Pizza bestellen, Kinotickets reservieren, Flüge und Hotels buchen usw. , können alles über Chatbots gelöst werden.

Natürlich auch die Sicherheit kann darunter leiden. Wer garantiert das der Chatbot das tut was ich will? Und wer garantiert das der Chatbot für die Firma „arbeitet“ die ich vermute?

Das große Geld

Was für euch vielleicht noch abstrakt ist, ist für Unternehmen wie Microsoft und Facebook der nächste potenzielle Markt um Geld zu machen. Whatsapp wurde – angeblich – genau deswegen zu einer kostenlosen App umgewandelt. Facebook möchte Chatbots entwickeln und diese dann an Kunden verkaufen. Dann werden Kinos, Mietwagenfirmen, Hotelketten und co. mit Facebook kooperieren um den „lästigen“ Support und Bestellservice in andere Hände abzugeben.

Was die nervigen Bandansagen vor einem Supportgespräch sind, können zukünftig komplett automatisierte Chatbots sein.

Werden wir durch Roboter ersetzt?

Nicht wenige denken, bei diesen Szenarium direkt an das alte Leid, der wegfallenden Jobs. Aber was ist da dran? Es ist erst einmal viel dran. Denn man braucht weniger „Support“-Mitarbeiter und ähnliche Jobs, die ein Chatbot einnehmen kann. Aber es braucht mehr Leute die diesen Chatbot bauen, testen und vermarkten. Nicht jeder Job hält auf ewig.

Fazit

Der Großteil wird jetzt eher Angst oder Desinteresse an dieser Technologie haben. Diese sind auch begründet, wie bei jeder neuen Technik. Aber sie wird kommen, und sicherlich schneller als uns es aktuell erscheinen mag. Nicht jeder wird wissen, das der neue Support kein Mensch, sondern ein Bot ist. Und das ist doch eigentlich das Faszinierende, wenn ein Automat, einen Menschen so gut imitieren kann, das ein Mensch es nicht mitbekommt. Aber auch da liegt die mögliche Gefahr.

Ich bin Gespannt und halte euch, bei Updates auf dem Laufendem!

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Veröffentlicht von Vincisblog

Softwaretester, Technikaffin, Comicnerd und vieles mehr. Gerne auch etwas kleinkariert.

One Comment

  1. […] gesagt hat?“ und dann antwortest du nein, und dein Freund berichtet. Nur gibt es da einen Bot, der dir antwortet. Das Ganze wirkt persönlich und Resi soll auch deine Vorlieben kennenlernen. […]

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