Die NBA ist in der Offseason. Ein Großteil der Trades ist vorbei, Zeit ein kleines Fazit zu ziehen. Welche Mannschaften können sich in der nächsten Saison Hoffnungen auf einen Playoff Platz machen, welche sollten sich schon auf die Lottery Vorbereiten.

Diesmal die Lottery Kandidaten der Western Conference. Die Reihenfolge sagt nichts über die Platzierungen aus.

Phoenix Suns

sunsDie Suns stehen irgendwie im Niemandsland der Tabelle. Durch die Umbrüche in Portland und Dallas könnte trotzdem noch was gehen. Aber der Reihe nach. Brandon Knight hat einen neuen Vertrag unterschreiben können. Mit Tyson Chandler konnte man sich Defensiv verstärken. Mirza Teletovic wird den abgewanderten Marcus Morris ersetzten. Da sein Bruder ging, passt hingegen Markieff nicht so wirklich, eventuell folgt da auch ein Wechsel, auch wenn er sich mittlerweile schon reumütig zeigte. Man hätte gerne LaMarcus Aldrige geholt, aber am Ende wollte er dann doch zu den Spurs. Die Suns haben einen guten Kader, und finanziell noch Spielraum. In Phoenix kann noch viel in den nächsten Jahren passieren, die Entwicklung des Kaders ist noch nicht abgeschlossen. Zu einem Playoffplatz reicht es noch nicht ganz.

Utah Jazz

jazz

Während in anderen Franchise der Bär steppt, ist es am Salzsee ziemlich ruhig gewesen. Warum auch was ändern? Am Ende der letzten Saison konnte man ein wenig Aufmerksamkeit einheimsen, weil man stark aufspielte – vor allem in der Defensive. Nur Jeremy Evans musste gehen. Neu dazu gekommen ist Raul Neto, diesen kann man ohne weiteres als brauchbaren Point Guard bezeichnen. Mit Trey Lyles und Tibor Pleiß gibt es zwei gute Big Men, die einen sicheren Wurf von der Mitteldistanz besitzen. Diese könnte auch Gobert den ein oder anderen Freiraum am Brett bieten.
Während viele den Risiko behafteten Weg gehen, wird in Utah nur punktuell umgebaut. Wenn alles gut läuft kann man sich den achten Platz holen, aber da muss viel zusammen kommen.

Los Angeles Lakers

lakersNachladen in Lala-Land? So stellten sich die Mannen in Los Angeles den Umbau vor. Rebuild ist was für die „kleinen“. So richtig hat es nicht funktioniert. LaMarcus Aldridge hat sich gewundert über die Verhandlungsgespräche. Es ging kaum um Basketball. Kobe und LA müssen als Gesprächsthemen reichen.
Mit Roy Hibbert, Lou Williams und Brandon Bass konnte man sich durchaus vestärken, zumal Hibbert ein echtes Schnäppchen ist. Mit D’Angelo Russel konnte man in der Draft überraschen. Einen Shooting Guard zu ziehen mag merkwürdig erscheinen, sollte Kobe aber fit sein, gibt es interessante Optionen. Russel und Clarkson auf der Eins, oder Clarkson Eins und Russel auf der Zwei und Kobe wird weiter hinter rutschen. Kobe kann auch als Mentor gute Dienste leisten. Die vielen Abgänge (Carlos Boozer, Ed Davis, Jordan Hill, Jeremy Lin, Wesley Johnson) tun aber keinen Abbruch. Der Umbruch ist begonnen, dauert aber – vor allem im starken Westen – wohl noch ein paar Jahre.
Auch wenn Kobe groß getönt hat, das die Playoff realistisch und das Ziel sind, so wird es wohl schon früh um nichts mehr gehen.

Denver Nuggets

nuggetsEs ging hoch her in den Rocky Mountains bei den Goldstücken. Ty Lawson sollte früh bereits die Nuggets verlassen, man wartete. Dann zog man in den Drafts mit Emmanuel Mudiay einen guten Point Guard. Mudiay gilt bereits als Steal des Drafts. Nach der zweiten Alkoholfahrt von Lawson, war das Fass voll, und die Nuggets schickten ihn nach Houston und das für die Resterampe schlecht hin. Schlechter kann man sich kaum anstellen. Man könnte meinen man ist plan- und orientierungslos.
Die Verträge für Gallinari, Chandler, Barton und Nelson wurden um mehrere Jahre verlängert. Man will auf Kontinuität setzten. Die Situation in Denver ist für ihn wie gemacht. Der Kader ist schlecht genug damit er Spielzeit bekommt. Auch muss er schon früh Verantwortung übernehmen. Trotz allem ist der Kader gut genug, damit die Last nicht alleine auf seinen Schultern ruht. Auf der Center Position ist man aktuell aber noch ziemlich dünn unterwegs.
Mudiay und Nurkic sind zwei Spieler die auf lange Sicht das Gesicht des Franchise werden können. Chancen auf die Playoffs? Keine!

Portland Trail Blazers

blazersSchon alleine die Zugänge und Abgänge in Portland könnten Seiten füllen. Aber fangen wir doch mit dem Grund von allem an: Gute Reagular Season, schlechte Post Season. Also gibt es den Rebuild. Von der Starting Five bleibt nur Damian Lillard, der einen dicken Vertrag bekommen hat. Aldrige ist bekanntlich zu den Spurs, Batum nach Charlotte, Lopez zu den Knicks und Matthews nach Dallas. Al-Farouq Aminu hat auch einen neuen, eher fragwürdigen, Vertrag bekommen.
Mason Plumlee, Noah Vonleh wurden unter anderem verpflichtet. Allein was an Talent gegangen ist und was an Talent gekommen ist, kann man sagen: Eine katastrophale Offseason. Aber der Umbruch war notwendig, und vielleicht auch nicht mehr abwendbar. Also kann man auch sagen das sie das Beste, aus der Situation gemacht haben.

Lillard wird wohl mehrere Abende drauf ballern und Punkte um Punkte machen. Nächte mit mehr als 30 Punkten, sind wohl nicht die Seltenheit. Für die Postseason reicht es hinten und vorne nicht.

Minnesota Timberwolves

timberwolvesBei den Timberwolves hätte es etwas ganz besonders geben können und zwar die drei letzten Number One Picks. Bennett hat man aber nun doch abgegeben. Im Draft hat man mit Karl-Antony Towns einen jungen Center verpflichtet, der wohl direkt Startet. Und in die Gattung „moderner“ Center gehört. Kevin Garnett hat verlängert, um auch für Towns ein Mentor zu sein. Des Weiteren konnte man mit Nemanja Bjelica den Euroleague MVP verpflichten. Der Kader ist jung – und wie ein richtiger Wolf – hungrig. 10 Spieler sind noch in ihren Rookie Verträgen. Es wird noch ein bisschen Zeit vergehen, aber dann kann man in Minnesota wieder ganz große Träume hegen.
Da Flip Saunders an Krebs erkrankt ist, wird er aktuell nicht der Headcoach der Wolves sein. Trotz allem werden sie wohl nicht mehr so schlecht abschneiden wie letzte Saison.

Sacramento Kings

kingsDie Lachnummer der Offseason kommt aus der Kalifornischen Hauptstadt Sacramento! Mit George Karl holte man einen Trainer der zum Spielermaterial nur bedingt passte. Erste Reibungen mit Franchise-Player DeMarcus Cousins inklusive. Karl würde gerne das Cousins getradet. Kosta Koufos hat einen Mega-Deal bekommen, der nicht wirklich Sinn macht. Rajon Rondo wurde als Point Guard geholt, der das Shooting Problem nicht lösen kann und dann „nur“ für ein Jahr geholt wurde. Entweder er spielt schlecht, oder er spielt gut und ist nach dem Jahr wieder weg, seine Äußerungen waren sowieso eher negativ über die Kings. Mit Willie Cauley-Stein hat man Cousins Wunschspieler verpflichtet, der aber ein reiner Defensivcenter ohne Skills im Angriff ist. Das „große“ Talent Nik Staukas wurde nach einer Saison quasi verschenkt, und das für Platz unter dem Cap. Als kleines Highlight konnte man Curry holen. Halt, halt, halt Curry? Natürlich nicht MVP Steph Curry, sondern den Bruder Seth.
Alles in allem ist es ein Haufen, voller halbwegs talentierter Spieler, die aber ohne Sinn und Verstand zusammengewürfelt wurden. Man könnte Meinen, irgendein ahnungsloser Manager, in einer Fantasy League, hat sich diesen Kader zusammengebastelt. Wo man am Ende landet ist schwierig, für die Playoffs reicht es aber nicht.

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Veröffentlicht von Vincisblog

Softwaretester, Technikaffin, Comicnerd und vieles mehr. Gerne auch etwas kleinkariert.

One Comment

  1. […] Die Prognosen gibt es übrigens hier und hier. […]

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