Meine Behauptung: Smartwatches sind das nächste große Ding! Was sind Smartwatches? Was können sie schon heute? Was werden sie in Zukunft können? Und warum wird es in die Nähe des Smartphone Trends kommen?

Diese Fragen werde ich in diesem Senf beantworten und meine Aussage versuchen zu untermauern. Viel Spaß beim Lesen

Was sind Smartwatches überhaupt?

Smartwatches sind im Prinzip „clevere“ Armbanduhren. Man trägt sie wie eine herkömmliche Uhr, nur das die Uhren mit dem Smartphone – in den meisten Fällen – via Bluetooth kommunizieren. Der Witz der bei Handys aufkam und bei Smartphones fortgeführt wurde: „Telefonieren kann man damit auch noch„, wird wohl bei der Smartwatch ebenfalls Einzug halten, à la: „Zeit anzeigen kann man damit auch noch„. Aber genau wie bei Smartphones ist das nicht die primäre Aufgabe des Gerätes.

Die Uhr ermöglicht es dem Nutzer Benachrichtigungen des Smartphones direkt am Handgelenk zu sehen, ohne das Smartphone aus der Tasche zu holen. Der Nutzer kann direkt mit der Benachrichtigung agieren, z.B.: SMS beantworten oder Telefonanruf entgegen nehmen. Aber auch das Abwegen von der Priorität der Nachricht ist so einfach möglich.

Unterbrochene Gespräche

In einigen Gesprächen vibriert plötzlich das Telefon der Gegenübers, der Gesprächspartner pausiert das Gespräch, schaut in seiner Tasche – vornehmlich bei Damen in einer sehr großen „Hand“-Tasche – um dann das Smartphone zu suchen. Ist es dann endlich gefunden, sucht man den Übeltäter, schreibt zurück und weil man das Telefon schon in der Hand hat, kann man ja auch gleich mal Facebook checken. Das Gespräch ist dann meist im Eimer oder wird mit „Wo war ich stehen geblieben“ fortgesetzt. Mit einer Smartwatch, bekommt man es immer schnell mit und kann es gegebenenfalls schnell weg wischen.

Ja, ich weiß das auch das zu lästigen Unterbrechungen führen kann. Aber ich stelle es mir praktisch vor. Gleiches gilt für eine Benachrichtigung beim Autofahren. Auf das Telefon schauen ist Tabu. Auf die Smartwatch schauen ist noch erlaubt (hier überlegt man schon, ob man die Smartwatch mit in das „Handyverbot“ aufnimmt).

Der dritte Punkt ist für mich Meetings. Unglaublich wie frech einige Kollegen sind. Jeder hat sein Notebook offen und tippt pausenlos etwas ein, passt nicht auf und schreibt wahrscheinlich noch privat. Dann klingelt das Telefon, natürlich laut und der Kollege nimmt sein Smartphone und tippt da weiter. Mit einer Smartwatch könnte dies diskreter ablaufen.

Selbstverständlich sind diese Beispiele nicht aus der Welt, nur weil es eine Smartwatch gibt, sie bieten aber eine Alternative. Vielleicht sogar eine die die Kommunikation untereinander fördert (Die Hoffnung stirbt zuletzt).

Was können die Smartwartches aktuell bereits?

Immer mehr! Benachrichtigungen anzeigen ist die Standarddisziplin, diese zu beantworten – am besten mit Vorgefertigten Antworten – ein nettes Feature. Eine Vibration ist oft auch möglich, wenn eine Benachrichtigung eintrifft. Puls messen, Schrittzählen und teilweise zählt auch die Wasserdichtigkeit zu den Funktionen. Das macht ja fast jeden Fitnesstracker überflüssig. Aber nur fast, beim Sport will ich dann doch kein Uhr tragen. Gleiches gilt für den Schlaf tracken und sanft geweckt werden – Glück gehabt Jawbone.

Es gibt sogar Smartwatches mit Mikrofon (zum Telefonieren und Sprachnachrichten), SIM-Karte (zum unabhängig sein) und WLAN Funktion (ebenfalls unabhängig sein, aber eben nur in einem Bereich mit WLAN).

Wieso sollte es der nächste Trend werden? Es gab und wird sie immer geben, die Armbanduhren Verweigere. Es stört, es kratzt und einen Mehrwert hat es auch nicht, diese Leute werden auch keine Smartwatch kaufen. Aber alle die eine Uhr haben oder schon immer wollten, sind eine mögliche Zielgruppe. Auch hier gibt es Ausnahmen, vor allem die Luxusuhren Liebhaber müssen noch mehr als nur ein bisschen Überzeugt werden. Dazu müssten die Uhren mindestens hochwertiger werden, und selbst dann wird es wohl nicht reichen.

Die potenziellen Kunden werden zwar weniger sein als bei Smartphones, aber mehr als die ein Tablet haben wollen bzw. brauchen (siehe Tablets sterben aus). Langfristig versteht sich. Dazu muss sich die Smartwatch erst durchsetzen. Viele haben sicher noch nie eine Smartwatch in der freien Wild Bahn gesehen, gut das ich in der IT-Branche arbeite, denn da sind mir die unterschiedlichsten Modelle bereits über den Weg gelaufen.

Fakt ist die Smartwatch braucht deutlich länger um Fuß zu fassen. Aber wenn man erst einmal diverse Freunde und Verwandte damit sieht, wird die Lust bereits geweckt. Die Geräte werden besser und sicher auch in den nächsten Jahren günstiger. Auch Apple hat den Trend erkannt und ein eigenes Produkt ins Rennen geschickt.

Was werden die Smartwatches in der Zukunft noch können?

Schwer zu sagen, für mich reichen die Funktionen bereits. Aber ein Fingerabdrucksensor oder eine Kamera (z.B. für Skype) wären sicherlich eine Option. Aber auch ein GPS Sensor für ein genaueres Tracking (auch hier Grüße an die Geheimdienste dieser Welt). Oder ein NFC-Chip, bargeldlos zahlen an der Smartwatch, ist sicherlich diskreter als an dem Smartphone (auch wenn ja nicht mal das in Deutschland verbreitet ist).

Aber das was die Smartwatches Hardwareseitig bieten ist schon ausreichend (mal abgesehen von der Akku Laufzeit). Die Software muss noch ein Müh besser werden.

Ein wichtiges zukünftiges Feature wird aber der Individuelle Stil. Motorola und Apple machen es bereits vor, und werden dies noch ausbauen. Andere Hersteller werden nachziehen. Welches Gehäuse, Farbe und Armband – sowohl Material als auch Farbe – hätten sie gerne? Niemand muss die gleiche Uhr tragen wie jemand anderes, und die persönliche Vorliebe kann auch noch gefrönt werden.

Warum sollten Leute eine Smartwatch kaufen?

Smartphones haben sich schnell entwickelt, mit der Zeit sind dann auch Hinz und Kunz auf Smartphones umgestiegen. Diese „Spätzünder“ haben meist noch ihr erstes Smartphone. Das heißt in erster Linie neue Technik ist ihnen nicht wichtig, also wozu dann so ein Gadget am Arm? Es sollte die selbe Begeisterung auslösen wie ein Smartphone oder ein Tablet. Wenn jemand mit technischer Affinität mit so einem Gerät „rumspielt“ ist das Interesse oft geweckt. Auch wenn dies der „Spätzünder“ verkennt. Aber je häufiger man damit jemanden sieht, desto größer wird das Interesse. Werbungen werden Smartwatches direkt oder indirekt anpreisen. Sportler haben teilweise schon Smartwatches (vor allem, Trainer und Betreuer). Stars und Sternchen werden auf roten Teppichen viel offensichtlicher zeigen was sie nutzen (das ist ja bei Smartphone nicht immer der Fall).

Die Unterschiedlichen Individualisierungsmöglichkeiten werden aber auch den ein oder anderen Überzeugen. Zum Beispiel ein Sportverein, bietet vielleicht ein Fanvariante an. Es wird aber – ähnlich der „Spätzünder“ – wenige geben die sich jedes Jahr oder aller 3 Jahre eine neue Uhr kaufen.


Und jetzt kommt der dicke Schluss: Der Onkel erzählt davon wie toll das doch ist und das es die Zukunft sein wird, aber hat – TUSCH – selber keine Smartwatch. Warum ist das so? Ein Großteil der Geräte überzeugt mich einfach (noch) nicht. Die Verarbeitung ist nicht meinem Anspruch genügend und die ersten Generationen sind halt noch „Experimente“. Im September – wenn die Vermutung stimmen – wird vielleicht ein Modell vorgestellt was mir zusagt bzw. zusagen könnte. Wenn das so ist und wie sie sein wird, erfahrt ihr wenn dann natürlich hier 🙂

Advertisements

Veröffentlicht von Vincisblog

Softwaretester, Technikaffin, Comicnerd und vieles mehr. Gerne auch etwas kleinkariert.

4 Comments

  1. […] Wer Aufmerksam liest sollte gemerkt haben: da fehlt das Smartphone. Absolut Korrekt! Der größte Vorteil vom Zahlen mit dem Smartphone ist, das ich die Autorisierung der Zahlung an meinem Gerät vornehmen kann. Also zum Beispiel den PIN nicht in einem – eventuell sogar manipulierten – Kartenleser eingeben muss, sondern an meinem Smartphone (oder auch an einer Smartwatch). […]

    Gefällt mir

    Antwort

  2. […] was den kommen soll und vor allem was das Smartphone ablösen soll. Wearables – im speziellen Smartwatches – sind ein nächstes großes Ding, aber eben nur als “Second-Screen”. VR-Brillen […]

    Gefällt mir

    Antwort

  3. […] Erfahrungen gestorben sind, ich Puls und Herzfrequenz nicht wirklich gemessen haben will und eine Smartwatch (*HUST* Apple Watch) im Blick habe, ist das für mich nicht ganz so ein großes Thema. Wenn euch […]

    Gefällt mir

    Antwort

  4. […] schon länger auf Vincisblog liest, wird sich vielleicht noch an meine Prognose erinnern: „Smartwatch das nächste große Ding“. Eventuell habe ich bald eine, schrieb ich des Weiteren. Bis vor kurzem hatte ich keine. Die große […]

    Gefällt mir

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s